Grundidee

Der klassische und zunächst simpelste Weg der Verbindung von Schnittstellen zweier Subsysteme ist es, ein mehr oder weniger amorphes Spezialprogramm zu erstellen. Doch spätestens wenn es zu Problemen kommt und der Datenverkehr überwacht werden muß, oder wenn mehrere Subsysteme miteinander gekoppelt werden sollen, wird dieses Vorgehen schnell unübersichtlich.

Die Idee von Dataperium ist es, die Problematik der Datenübertragung in kleine Teilaspekte zu zerlegen und in diesen auch zu implementieren. Auf diese Weise ist es möglich, bereits vorgefertigte Module zu verwenden, welche nur für die lokalen Bedürfnisse passend konfiguriert werden müssen.

In Dataperium werden solche Module als „Linklets“ bezeichnet.

Linklet

Ein Linklet führt einen kleinen Teilschritt bei der Verarbeitung einer Nachricht aus. Im wesentlich können diese sein:

  • Das Entgegennehmen einer Nachricht von einem Subsystem oder Senden einer Nachricht an ein Subsystem ohne inhaltlich Betrachtung. Die hierfür vor­ge­sehenen Linklets tragen in weiteren Dokumentationen auch den speziellen Namen „Adapter“.
  • Die Umwandlung der Nachrichten, z. B. vom herstellerspezifischen Formaten auf eine einheitliche Darstellung innerhalb von Dataperium oder Zulesen bzw. Verknüpfen von fehlenden Informationen.
  • Die Weiterleitung („Routing“) von Nachrichten auf Basis der zugrundeliegenden Ereignisse. Diese Linklets werden „Router“ genannt.
  • Das Aggregieren von eintreffenden Nachrichten und Überwachung von Abhängigkeiten, auch zeitlicher Art. Dieses spezielle Linklet ist eine „Zustandsmaschine“.
  • Da jedes Linklet nur eine Teilaufgabe erledigt, müssen sie in Ketten hintereinander angeordnet werden. Jedes. Linklet gibt seine Ergebnisse an das nächste weiter. Daher besitzt jedes Linklet einen Eingabepuffer („Queue“).

Linkline und Link

Eine Kette von Linklets wird als „Linkline“ bezeichnet. Mehrere Linklines werden in einem „Link“ zusammengefaßt. Jedem Subsystem sollte genau ein solcher Link zugeordnet werden. Dadurch läßt sich die Verbindung zu einem Subsystem bequem über diesen Link starten, stoppen und überwachen. Im Normalfall gibt es innerhalb eines Link die zwei Linklines „in“ und „out“, über die Nachrichten auf getrennten Wegen vom und zum Subsystem verarbeitet werden.

Instanz

Mehrere Links werden in Instanzen organisiert. Jede Instanz entspricht einem Prozeß auf dem Serverrechner. Normalerweise wird die Gesamtstruktur der Kommunikation eines Unter­nehmens in einer Instanz abgebildet.

Zur Erhöhung der Verfügbarkeit, zu Trainings- und Testzwecken sind mehrere Instanzen sinnvoll. Der Name „Instanz“ rührt daher, daß sie sich innerhalb einer Installation denselben Programmstand teilen. Für jede Instanz läuft die gesamte Serversoftware in einem gesonderten Prozeß.

Installation

Um Dataperium in Betrieb zu nehmen, muß neben den Administrations-Programmen auf einem PC wenigstens einmal die Serversoftware auf einem Serverrechner installiert werden. Diese Einrichtung eines Programmstandes wird als „Installation“ bezeichnet. Innerhalb einer Installation werden mehrere Instanzen definiert.

Der Begriff ist deshalb bedeutend, da von einem PC aus mehrere Installationen verwaltet werden können. Dazu werden auf dem PC „Installationsreferenzen“ angelegt.

Hierarchie der Komponenten

Hier noch einmal kurz die bisherigen Begriffe, die eine durchgehende Hierarchie abbilden:

Serverrechner

Hardware

  Installation

Serversoftware; Programmstand

    Instanz

Kommunikationsstruktur eines Unternehmens
(Abgesehen von Root-Instanz und Observer)

      Link

Anschluß eines Subsystem

        Linkline

Verarbeitungskette

          Linklet

Verarbeitungsschritt

Root-Instanz und Observer

Es gibt innerhalb einer Installation zwei besondere Instanzen, die keine Schnittstellen bedienen und daher nicht der Datenkommunikation dienen. Sie werden in der Administration durch besondere Symbole gekennzeichnet:

  • Die Root-Instanz wird üblicherweise schon beim Booten des erverrechners mitgestartet und ermöglicht so jederzeit den Zugang für Administrations­programme und das Web-Operating
  • Der Observer ist optional und ermöglicht die automatische Reaktion auf Probleme in anderen Instanzen sowie das Alarmieren des Bedienungspersonals.

Administration

Zur Administration von einem oder mehreren PCs aus stehen folgende Programme zur Verfügung:

  • DataperiumShell zur Erstellung der Instanzen und Konfiguration der Links, Linklines, Linklets
  • DataperiumView zum Starten und Stoppen der Instanzen sowie deren Komponenten und zur Überwachung der Kommunikation durch Bedienungs­personal
  • Webbrowser als Zugang zum Web-Operating

Weitere Informationen finden Sie in dieser PDF Grundlagen Grundlagen